Der Film beginnt mit einer Einstellung von Stefan, der an einem Samstagmorgen durch das Zentrum von Palma geht. Die Sonne scheint, Leute sitzen auf den Terrassen der Bars und man hört den typischen Lärm von Geschäften die geöffnet werden. Stefan geht schnell, aber hin und wieder hält er an und nimmt sich Zeit. Er wirkt sehr bedacht, ist es aber nicht. Er bewegt sich einfach aus Impulsen heraus und ist ein Flaneur.

Wir wechseln die Szene. Wir sind im Inneren des alten Forn de la Llotgeta. Die Kamera zeigt uns die Räume dieses historischen Ortes, an dem man die alte Stadtmauer spüren kann. Hier dringt kaum Lärm von draußen herein und wir hören nur die Geräusche von Deborah, die in gemächlichem Tempo mit ihren Zutaten arbeitet. Sie bereitet eine Gemüse-Coca zu, ein Rezept, das sie schon oft gemacht hat, das aber nur dann gelingt, wenn man ihm die nötige Liebe widmet.

Wir kehren zu Stefan zurück, der an einer Tür vorbeigeht und dann stehenbleibt. Er geht zurück, schaut hinein und erkennt, dass dies der richtige Ort ist. Ein kleiner Hund begrüßt ihn und er ruft nach Deborah?! Sie kommt aus der hinteren Küche und sie lernen sich endlich kennen. Sie begrüßen sich etwas schüchtern, aber nah, weil sie viel gemeinsam haben. Sie sprechen über ihr Atelier, Stefan schaut sich alle Ecken an. Dann entdeckt er ein mallorquinisches Kochbuch, das ihn seit langem fasziniert. Zoom. Es ist ein wunderschönes Werk von Caroline Fabian, in dem Deborah vorkommt. Stefan blättert durch die Seiten des Buches und taucht sofort in ihre Welt ein. Aber wach auf, Stefan, du würdest den ganzen Morgen in diesem Buch versinken! Sie lädt ihn in ihre Küche ein. Die Kamera fokussiert die Gemüse-Coca, die jetzt gebacken werden soll. Sie lächeln, sprechen über gemeinsame Freunde und Bekannte. Sie sprechen darüber, wie es ihnen mit ihren Projekten ergeht. Stefan hat eine Flasche mitgebracht und möchte einen Cocktail machen, den er speziell für diese Gelegenheit erfunden hat, „Deborah’s Cosmo“, wie er ihn nennt. Er bittet um ein Messer, um Rote Bete zu schneiden.

Nun stehen sich beide an einem großen Tisch gegenüber, an dem Deborah normalerweise Kochkurse hält. Die Kamera bewegt sich hin und her, als ob es ein Tennismatch wäre. Sie arbeitet mit Blumen, er mit Rüben. Stefan hört bewundernd zu, wie sie ihre Kurse leitet. Es kommen Ideen auf, wie man zum Beispiel einen gemeinsamer Kochkurs machen könnte, bei dem man Kochen, Essen und Cocktails verbindet. Die Art und Weise, wie sie spricht, dämpft sein nervöses Temperament. Es ist ein ausgewogenes Tennismatch, zwei verschiedene und ergänzende Spieler.

Stefan hält das Glas mit dem Cocktail in seiner Hand. Die Farbe der Rote Bete, in den von Deborah beigesteuerten Gläsern, verleihen ihm ein sehr ansprechendes Aussehen. Die süss-sauere Kombi aus Minze-Sirup, Orangenlikör und Zitronensaft verleihen ihm einen frischen Touch, gefährlich, weil man versucht ist, das Glas ständig wieder nachzufüllen. Die Kamera verliert den Fokus auf den Cocktail, um die Gemüse-Coca zu zeigen, welche Deborah gerade mit wilden Blumen dekoriert. Ein spätes Frühstück oder ein frühes Mittagessen.

Das Licht hat sich seit Beginn des Treffens verändert. Es ist schon eine Weile her, in jeder Hinsicht. Deborah und Stefan sprechen über zukünftige Pläne. Die Credits dieses Films erscheinen. Eine sanfte Musik begleitet die Namen der Hauptdarsteller: Stefan, unser unbesiegbare Entdecker, und Deborah, diese ruhige und unruhige Seele, voller Wissen und mit dem freundlichsten Lächeln der Insel. Wir hoffen, es hat Ihnen gefallen; bald mehr, hier in Ihrem Lieblingskino.